Internationale Personalberater
05. 03. 2010 von Dwight Cribb

Ein Plädoyer für “30 Minuten” Termine

Als ich vor einigen Jahren in New York Termine mit potenziellen Partnern vereinbarte, war ich entsetzt, dass einige nur 15 Minuten dauerten und tat es als eine New Yorker Unsitte ab. In Deutschland ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass ein gewährter Termin eine Stunde dauert. Dabei ist mir häufig bereits nach wenigen Minuten klar, dass der Termin keine Aussicht auf Erfolg hat, dass ich das Produkt nicht kaufen, die Dienstleistungen nicht in Anspruch oder die Bewerbung nicht weiterverfolgen werde. Der Anstand verbietet es mir jedoch, dies sofort offen und klar zu kommunizieren. Stattdessen werde ich Bedenken äußern und dem Gegenüber die Möglichkeit geben, sein Angebot nachzubessern oder mich anders zu überzeugen. Das tue ich, auch wenn ich schon weiß, dass es keine Chance auf Erfolg gibt. Fairerweise muss man sagen, dass ich in vielleicht 5% aller Fälle doch noch einmal meine Meinung ändere. Aber in 95% aller Fälle sind die verbleibenden 45 Minuten reine Zeitverschwendung für mich und für meinen Gesprächspartner.

In den letzten Monaten habe ich immer öfter an diese “New Yorker Unsitte” gedacht und ich bin zur Einsicht gekommen, dass wir vielleicht doch etwas davon lernen können. weiter lesen »

04. 08. 2009 von Dwight Cribb

Der Schritt in Selbständigkeit ist nicht für jeden das richtige. Oder: Die ersten zehn Absagen tun nicht weh.

In der Beratungspraxis erleben wir es häufig, dass erfolgreiche und erfahrene Manager erwägen, sich selbständig zu machen. Dies geschieht in den allermeisten Fällen in Zusammenhang mit einer notwendig gewordenen beruflichen Neuorientierung. Dabei scheint es unerheblich, ob ein Vertrag ausgelaufen ist oder vorzeitig von einer von beiden Seiten gelöst wurde.

Auf den ersten Blick erscheint der Wunsch nach Selbständigkeit für diese Personengruppe logisch. Wer erfolgreich Untenehmen für Dritte geführt hat, jedes Jahr bei den Gesellschaftern eine satte Rendite abgeliefert hat, der mag den Wunsch verspüren, dies fortan auf eigene Rechnung zu tun. Fraglich ist jedoch, ob dies tatsächlich die Motivation ist und ob ein Manager den gleichen Erfolg hat, wenn er sein eigenes Unternehmen führt. weiter lesen »

15. 07. 2009 von Dwight Cribb

Twitter Selbstversuch - eine Zwischenbilanz

Mein Twitter Selbstversuch startete, nach einem kurzen Flirt mit dem Dienst im April 2007, ernsthaft am 27.01.2009. Nach über sechs Monaten, 679 geschriebenen Tweets (Statusmeldungen) und mit 424 Menschen die meine Äußerungen auf Twitter verfolgen, ist es Zeit für eine Zwischenbilanz.

Twitter, das merkt man schnell, öffnet eine Tür zu einer neuen Welt. Eine Welt voller sehr aktueller Informationen. Eine Welt, in der Kontakte rasend schnell reifen, weil man sich ständig gegenseitig über Statusmeldungen auf dem Laufenden hält. Eine Welt, die es einem erlaubt, 24 Stunden am Tag und sieben Tage pro Woche Informationen zu senden und zu erhalten - immer mit einem Echtzeit Publikum. weiter lesen »

16. 06. 2009 von Dwight Cribb

Aus Fehlern lernen - das Personal in der Krise halten

Schlägt jetzt im Zeichen der Abschwächung im Online-Werbemarkt wieder die Stunde der alten Garde? Schwindende Werbeumsätze bringen die Gefahr mit sich, dass der „Kampf“ gegen das Medium Internet in Konzernen und Medienunternehmen wieder aufgenommen wird. Dabei kann es sich niemand leisten, dieses Geschäftsfeld auch nur zeitweise zu vernachlässigen. Die Auswirkungen der Vollbremsung aus dem Jahr 2002 sind noch heute spürbar und dürfen nicht wiederholt werden. Eine Analyse zeigt auf, welche Fehler gemacht wurden, die diesmal zu vermeiden sind. weiter lesen »

04. 06. 2009 von Dwight Cribb

Auf dem Weg zur Leadagency reloaded

Wer hat hier eigentlich den Hut auf? Diese Frage wird in den letzten Monaten immer öfter diskutiert. Die Rede ist vom alten Streit über die Vorherrschaft in der Markenführung. In den letzten Jahren haben Unternehmensberater, PR- und schließlich auch Mediaagenturen mit schöner Regelmäßigkeit versucht, den klassischen Werbeagenturen diese Position streitig zu machen – mit eher überschaubarem Erfolg. Je mehr sich das Internet auf Kosten von Print, TV und Hörfunk zum Mainstream-Medium entwickelt, desto öfter heben nun auch die Interactive-Agenturen den Finger und sehen sich als Lead-Agency der Zukunft. weiter lesen »